---Jugendstunde vom 20.2.2009---
12 “Meine lieben Brüder und Schwestern! Ihr sollt wissen, dass meine Gefangenschaft die Ausbreitung der rettenden Botschaft nicht hinderte. Im Gegenteil! 13 Allen meinen Bewachern hier und auch den übrigen Prozessteilnehmern ist inzwischen klar geworden, dass ich nur deswegen eingesperrt bin, weil ich an Christus glaube. 14 Außerdem haben durch meine Gefangenschaft viele Christen neuen Mut und Zuversicht gewonnen. Furchtlos und ohne Scheu predigen sie jetzt Gottes Botschaft.
15 Zwar verkünden manche nur deswegen die Botschaft von Christus, weil sie neidisch sind und mir eine erfolgreiche Missionsarbeit nicht gönnen; andere aber lassen sich bei ihrer Predigt von den besten Absichten leiten. 16 Sie handeln aus Liebe, weil sie wissen, dass ich im Gefängnis bin, um für die rettende Botschaft einzutreten. 17 Die anderen aber reden von Jesus Christus nur aus Eigennutz. Sie meinen es nicht ehrlich und wollen mir noch zusätzlich Kummer bereiten.
18 Doch was macht das schon! Wichtig ist allein, dass die rettende Botschaft von Jesus Christus verbreitet wird; mag das nun mit Hintergedanken oder in ehrlicher Absicht geschehen. Wenn nur jeder erfährt, wer Jesus Christus ist! Darüber freue ich mich, und ich werde mich auch in Zukunft darüber freuen!
19 Weil ihr für mich betet und Jesus Christus mir durch seinen Geist beisteht, vertraue ich darauf, dass hier alles zum Besten für mich ausgehen wird. 20 Ich hoffe und bin zuversichtlich, dass ich während meiner Gefangenschaft nicht schwach werde und versage, sondern dass Jesus Christus wie bisher, so auch jetzt durch mich bekannt gemacht und geehrt wird, sei es durch mein Leben oder durch meinen Tod.
21 Denn Christus ist mein Leben und das Sterben für mich nur Gewinn. 22 Weil ich aber mehr für Christus erreichen kann, wenn ich am Leben bleibe, weiß ich nicht, was ich mir wünschen soll. 23 Beides erscheint mir verlockend: Manchmal würde ich am liebsten schon jetzt sterben, um bei Christus zu sein. Gibt es etwas Besseres? 24 Andererseits habe ich bei euch noch eine wichtige Aufgabe zu erfüllen. 25 Deshalb bin ich auch davon überzeugt, dass ich am Leben bleiben und zu euch zurückkommen werde. Dann will ich euch helfen, damit euer Glaube wächst und eure Freude noch größer wird. 26 Wenn ich erst wieder bei euch bin, werdet ihr noch mehr loben und danken können für alles, was Jesus Christus durch mich getan hat.”
Alles, was Paulus hat, gehört Christus. Er nimmt sich von uns, was er braucht. Deshalb hofft Paulus, dass er niemals versucht, seinem Herrn etwas vorzuenthalten. Er will kein Dieb sein, indem er Christus vorenthält, was Jesus durch seinen Tod gekauft hat-nämlich sein Leben. Er hat dadurch nicht ein bisschen von unserem Leben gekauft, sondern das Ganze. Würde Paulus sich also zum Dieb machen, indem er Jesus nicht sein ganzes Leben überlässt, würde das große Schande über ihn bringen.
Menschen, die Paulus in ihrer Gewalt haben können außerdem wirkich nur eine Wahl für ihn treffen. Die Wahl zwischen entweder Leben, und noch mehr Leben.
Wirklich eine schwere Wahl.
Menschen können uns nichts nehmen, dass Gott ihnen nicht gibt.
Gott hat sie in ihre Machtposition gestellt, und kann sie ihnen auch wieder wegnehmen. Doch er lässt ihnen diese Macht über mich, damit mein Leiden hier in Gefangenschaft die Verkündung der guten Nachricht bewirkt.
Wahrscheinlich jeder, der Christus schon länger nachfolgt, weiß, dass es viele Menschen gibt, die gegen den Herrn und seine Botschaft ankämpfen. Viele glauben es nicht, manche wollen es nicht glauben. Wiederum andere sind zu voreingenommen und skeptisch.
Doch Paulus weiß, dass seine Anschuldiger, wenn es Gottes Wille ist, früher oder später jedes Argument verlieren werden. Denn er hat Wahrheit in sich. Auch uns wurde der Geist, der uns in alle Wahrheit führt, gegeben.
Wir haben das Licht, vor dem sie sich scheuen. Wir haben Wahrheit.
Was kann die Dunkelheit dem Licht entgegensetzen? Was hat die Lüge der Wahrheit entgegenzubringen? Nichts, absolut nichts.
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