19. März 2009

Philipper 2:12-30

Letztes Mal (Nachzulesen in Philipper 2:1-11) haben wir gehört, dass wir bescheiden sein und nicht an unseren eigenen Vorteil, sondern an das Wohl der anderen denken sollen. Wir sollen auf Christus sehen, der selbstlos auf seine göttliche Gestalt verzichtete, als Mensch geboren wurde und einem Sklaven glich. (Vers 8)
Er erniedrigte sich selbst und war gehorsam bis zum Tod, ja, bis zum schändlichen Tod am Kreuz.
Deshalb hat ihn Gott erhöht
und jeder ohne Ausnahme soll zur Ehre Gottes, des Vaters, bekennen: Jesus Christus ist Herr.

Jetzt sollen sie auch in seiner Abwesenheit das befolgen, was er ihnen gelehrt hat. Mit Furcht und Zittern sollen sie an ihrer Seligkeit arbeiten. (Vers 12)
An der Seligkeit arbeiten? Ist Gnade nicht ein Geschenk?
Ja! (Römer 8:1)
So gibt es jetzt keine Verdammnis mehr für die, welche in Christus Jesus sind, die nicht gemäß dem Fleisch wandeln, sondern gemäß dem Geist.
Jesus spricht in Johannes 13:34-35
Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander liebet, auf dass, gleichwie ich euch geliebt habe, auch ihr einander liebet. Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.
Jesus trägt uns auf einander zu lieben (Joh. 14:21 u. 23-24a):
Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer aber mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden; und ich werde ihn lieben und mich selbst ihm offenbar machen. (...) Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort halten, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen. Wer mich nicht liebt, hält meine Worte nicht.

In Römer 6:15-18 steht geschrieben:
Soll das nun etwa heißen, dass wir einfach Schuld anhäufen können, weil ja Gottes Barmherzigkeit zählt und wir das Urteil des Gesetzes nicht mehr fürchten brauchen? Nein, so ist das nicht gemeint! Wisst ihr nicht, dass ihr dem Herrn gehorchen müsst, dem ihr euch verpflichtet habt? Und das heißt: Entweder entscheidet ihr euch für Sünde und werdet sterben, oder ihr hört auf Gott, und er wird euch annehmen.
Aber Gott sei Dank! Ihr seid nicht mehr hilflos der Sünde ausgeliefert, sondern ihr hört von ganzem Herzen auf das, was euch gelehrt worden ist. Denn nachdem ihr von der Herrschaft der Sünde wirklich frei geworden seid, könnt ihr jetzt Gott dienen und das tun, was ihm gefällt.

Dietrich Bonhoeffer schreibt, dass billige Gnade das Predigen von Vergebung ohne Umkehr, Taufe ohne Lehre der Gemeinde und Gemeinschaft ohne Bekenntnis ist. Billige Gnade ist Gnade ohne Nachfolge, Gnade ohne dem Kreuz, Gnade ohne Jesus Christus, der lebendig und fleischgeworden ist.
Teure Gnade im Gegensatz ist wie der Schatz, der im Feld versteckt ist, und voller Freude verkauft man seinen Besitz (Math. 13:44). Diese Gnade ist teuer, weil sie uns zur Nachfolge Christi aufruft und weil sie unser Leben kostet. Doch es ist Gnade, weil es wahres Leben gibt. Es ist teuer, weil es Sünde verurteilt, doch Gnade, weil es den Sünder gerecht spricht. Sie ist teuer, weil es das Leben von Gottes Sohn kostete, wir wurden mit einem Preis gekauft, heißt es in 1. Korinther 6:20 und 7:23.

Doch zurück zum Philipperbrief.
Gott bewirkt beides in uns, unsere Errettung durch das Blut Christi und den Willen und die Kraft so zu leben, wie es Gott gefällt. (Vers 13) "Bei allem, was ihr tut (Phil. 2:3 - Selbstlosigkeit), hütet auch vor Nörgelein und Zweifel." (Vers 14) Dann werden wir leuchten, wie die Sterne in der Nacht, wir werden makellos sein in einer verdorbenen Gesellschaft. (15) Wenn Christus kommt, kann Paulus stolz auf die Geschwister der Gemeinde in Philippi sein, dass sie am Wort des Lebens festgehalten haben und Paulus nicht umsonst gearbeitet habe. Auch wenn diese Arbeit sein Leben kosten würde, wäre er doch voller Freude.
Ja, ich freue mich mit euch allen. Freut ihr euch ebenso, freut euch mit mir!

Der Herr Jesus, die Gemeinde und speziell die Person, die uns zum Glauben führte, freuen sich mit uns, wenn wir am Evangelium festhalten, Gottes Gebote tun und bis zum Ende durchhalten, damit wir die unvergängliche Siegeskrone aufgesetzt bekommen (1. Korinther 9:25).

Paulus will Timotheus schicken, damit er bei seiner Rückkehr berichten kann, wie es den Philippern geht; das würde Paulus Mut geben. Timotheus ist aufrichtig und kümmert sich um sie wie kein anderer, er beschäftigt sich nicht mit seinen Angelegenheiten, sondern mit dem, was Christus will. Er setzt sich ein, die rettende Botschaft zu verkünden.
Was können wir vom Charakter von Timotheus lernen? Gibt es vielleicht etwas, warum wir Gott bitten müssen an uns zu arbeiten?

Der Herr schenkte Paulus die Zuversicht, dass er selbst bald die Gläubigen besuchen kann. (24) Gott spricht. Wir müssen nur lernen, ihn zu hören.

In der Zwischenzeit sendet Paulus Epaphroditus, er ist ein Bruder im Herrn, ein guter Mitarbeiter und Mitkämpfer. Er war todkrank, doch Gott hat ihn geheilt. Er setzte sein Leben aufs Spiel, als er die Botschaft von Jesus verkündete und wäre fast gestorben. Deshalb bittet Paulus die Philipper ihn in voller Freude als Bruder aufzunehmen und ihm Achtung und Ehre entgegenzubringen. Auch an Epaphroditus Beispiel können wir sicherlich etwas lernen.

Wir wünschen euch Gnade und Frieden von Gott, unserem Vater, und unserem Herrn Jesus Christus. -- Philipper 1:1

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Danke sehr an den Webmaster.

Gruss Elena