Jakobus 3:1- 12
Studien haben gezeigt, dass ein Mensch durchschnittlich 25.000 Wörter pro Tag spricht, das ergibt ein 50 – seitiges Buch jeden Tag. Auf ein Jahr hochgerechnet, würde das ein Buch mit fast 70.000 Seiten ergeben.
Wenn man als kleines Kind zum Doktor geht, ist eines der Dinge, die er zu dir sagt: „Mach mal den Mund auf und sag aaaaa, ich will deine Zunge sehen. Genauso sagt auch Jakobus zu uns, „Ich will eure Zunge sehen.“
Der Thermometer unter der Zunge zeigt dem Arzt deine Körpertemperatur. Die Zunge selbst aber zeigt deine geistliche „Temperatur“.
In Lukas 6: 45 sagt Jesus:
Was auch immer in deinem Herzen ist, das bestimmt auch dein Reden.
Wenn Gott in meinem Herzen ist, dann werde ich von seiner Liebe erfüllt sein, das wird sich in meinen Worten zeigen, sie werden auferbauend sein und anderen Leuten helfen.
Wenn nicht, dann werden sie Lügen verbreiten, anderen Leuten schaden, nur den eigenen Vorteil suchen.. Die Liste könnte man lange fortsetzen.
In Matthäus 12: 35- 37 spricht Jesus:
Wenn ein guter Mensch spricht, zeigt sich, was an Gutem in ihm ist. Ein Mensch mit einem bösen Herzen ist innerlich voller Gift, und alle merken es, wenn er redet.
Ich sage euch das, weil ihr am Gerichtstag Rechenschaft ablegen müsst über jedes unnützige Wort, das ihr geredet habt. Eure Worte sind der Maßstab, nach dem ihr freigesprochen oder verurteilt werdet.
Das heißt, genauso wie sich unser Glaube in unseren Taten zeigen muss, so muss sich unser Glaube auch in unseren Worten zeigen, in allem, was aus unserem Mund hinauskommt, denn wir werden nicht durch das unrein, was wir essen; wir werden unrein durch das, was wir sagen und tun. (Matth. 15:11)
Weil sich unsere Worte in unserem Herzen widerspiegeln. Ist unser Herz unrein, sind auch unsere Worte unrein. Ist unser Herz rein, so werden es auch unsere Worte sein.
An unseren Worten muss man erkennen, dass Jesus in uns ist.
Wissenschaftler sagen, dass die Schallwellen, die durch unser Sprechen ausgesendet werden, auf eine unendliche Reise gehen. Wenn wir die richtigen Instrumente und das Wissen die Wellen wieder einzufangen hätten, könnten wir jedes Wort, das jede Person gesagt hat, wiederherstellen.
Ziemlich erschreckend. Sicherlich will keiner von uns, dass so etwas jemals entwickelt und eingesetzt wird.
Aber Gott hat so eine Maschine.
Damit ihr mich nicht falsch versteht, man wird durch den Glauben an Jesus Christus gerecht gesprochen. Aber die Gnade, die man von Jesus bekommen hat, wird sich in deinen Worten offenbaren.
D.h. es wird sich in deinen Worten offenbaren, ob du das Kreuz Jesu auf dich nimmst und für ihn lebst.
Wenn Gott dir ein neues Leben in Christus schenkt, werden wir durch unsere veränderte Denkweise zu einem neuen Menschen verwandelt und wir haben ein neues Herz – und dazu ein neues Vokabular. Ich glaube, dass Gott uns ein neues Herz und eine neue Zunge gibt, aber die neue Zunge fällt auch zu oft zum Opfer der sündigen Natur.
Jakobus schreibt, dass sich das neue Leben in Christus durch Taten zeigt, denn ein Glaube, der nicht zu guten Taten führt, ist kein Glaube – er ist tot und wertlos.
In Kapitel 3 seines Briefes sagt er, dass sich der Glaube eben auch in den Worten zeigt, denn die Worte spiegeln das Herz wider. Die Zunge reagiert nur auf unser Herz. Durch unsere Zunge werden andere Menschen unser Herz sehen können.
1 Liebe Brüder, es sollten nicht so viele von euch in der Gemeinde lehren wollen, den ihr wisst, dass wir als Lehrer von Gott besonders streng beurteilt werden.
Wir werden alle auf Grund von unseren Worten gerichtet – denn sie spiegeln unser Innerstes wider. Jakobus will uns davon abhalten zu schnell eine Rolle als Lehrer anzunehmen, weil es sehr leicht ist mit der Zunge zu sündigen.
Und der Effekt, den jemand hat, wenn er vor einer großen Menge spricht, ist viel größer als der von einem, der alleine in seinem Zimmer blöde und nutzlose Worte redet.
In Kapitel 1 schreibt er, dass wir schnell bereit sein sollen um zuzuhören sollen, aber uns Zeit lassen sollen, bevor wir reden.
2 Denn wir machen alle Fehler, aber wer seine Zunge im Zaum hält, der ist ein vollkommener Mann, fähig, auch den ganzen Leib zu zügeln.
Niemand von uns ist perfekt, also sollten wir die Idee vergessen, dass unsere Worte perfekt wären, denn nur die, die perfekt sind, können das.
Der einzige, der ohne Schuld war, ist Jesus. Und weil er fehlerlos war, wurde auch über seine Worte folgendes gesagt: Noch nie haben wir einen Menschen so sprechen hören! (Nachzulesen in Johannes 7:46)
In 1.Petrus 2:22 steht Kein Trug wurde in seinem Mund gefunden.
Wir, die wir uns dazu entschieden haben Jesus nachzufolgen, wollen ein heiliges Leben leben, nach dem Vorbild unseres Retters.
Jakobus schreibt ganz klar: Wer seine Zunge im Zaum hält, der ist auch fähig den ganzen Leib zu zügeln. Wie kommt er darauf? Wieso sollte die kleine Zunge Einfluss auf den ganzen Körper haben?
Die Zunge spiegelt das direkt wider, das sich im Herz befindet. Da die Zunge immer zu sündigen bereit ist, funktioniert das auch schneller, als bei anderen Teiles des Körpers. Denn man kann nicht mit alles teilen des Körpers gleichzeitig sündigen, die Zunge aber ist immer bereit.
Wenn man deshalb seine Zunge im Zaum hält, kann man auch seine schlechten Gewohnheiten zügeln, denn wenn man Kontrolle über das größere Übel hat, hat man auch automatisch die Kontrolle über das kleiner Übel – den ganzen Körper.
Die Person, die die totale Kontrolle über ihre Zunge hat, hat es demzufolge über ihren ganzen Körper.
Jakobus gibt uns zu der Macht der Zunge Beispiele:
3 Wir können ein großes Pferd lenken, wohin wir wollen, wenn wir ihm ein Zaumzeug anlegen.
4 Und mit einem winzigen Ruder lenkt der Steuermann ein großes Schiff selbst bei heftigem Wind, wohin er will.
5 So kann auch die Zunge, so klein sie auch ist, enormen Schaden anrichten. Ein winziger Funke steckt einen großen Wald in Brand.
Wie kann man ein Pferd lenken? Indem man mit Hilfe des Zaumzeuges Kontrolle über die Zunge des Pferdes bekommt, hat man gleich Kontrolle über das ganze Pferd. Es folgt einen, wohin man will.
Riesige Schiffe, die tausende Passagiere aufnehmen können, werden auch nur mit einem - im Vergleich der Größe des Schiffes – kleinen Ruder gesteuert. Das Ruder hat so viel Einfluss auf den Kurs des Schiffes, dass der Steuermann selbst bei starkem Wind das Schiff lenken kann wohin er will.
Manche Schiffe, zB Flugzeugträger, sind schon eine kleine Stadt. Doch mit Hilfe des kleinen Ruders hat der Steuermann so eine Kontrolle über das Schiff, dass er es so sicher in den Hafen lenken kann, dass es nirgends anstößt.
Genau so eine Kontrolle wie der Seemann sollen wir über unsere Zunge haben. Wir sollten sie beherrschen und nicht sie uns, denn so klein sie auch ist, so groß kann der Schaden sein, den sie anrichtet.
Ein Funke kann hunderte km2 in Brand setzen, ein paar falsche Worte können Gemeinden spalten, Freundschaften auseinander reißen, Ehen und Familien zerstören, eine Nation spalten, zu Mord oder Krieg führen.
Doch die Zunge kann auch aufbauen, Trost spenden, Frieden, Freude und liebende Worte weitergeben. Sie ist ein sehr starkes Instrument, wir sollten aufpassen, ob wir sie für Gottes oder unsere Ehre einsetzen wollen.
Epheser 4:29
Verzichtet auf schlechtes Gerede, sondern was ihr redet, soll für andere gut und aufbauend sein [soll eine Wohltat für alle sein], damit sie im Glauben ermutigt werden.
Gestern hat mir Gott wieder gezeigt, wie wichtig es ist auf seine Worte zu achten und auch Redegewohnheiten zu überprüfen und nicht einfach mit dem Strom zu schwimmen - denn nur tote Fische schwimmen mit dem Strom. Wir sind in Jesus zu neuem Leben erweckt worden und müssen aus der Menge herausstehen.
Zu meinem Beispiel: Gestern war Alex für meine Mutter zum Frühstück Kornspitz kaufen. Als er zurückkam, sagte er uns wie viel er dafür bezahlt hat, ich war erstaunt, wie viel höher der Preis als bei meiner Bäckerei, wo ich jetzt arbeite, ist, also drückte ich mein Erstaunen durch den gängigen Satz bist du deppert!? aus.
Er fühlte sich angegriffen. Mein Ausdruck des Erstaunens war für ihn nicht auferbauend. Ich hätte es auch anders sagen können. Deshalb ist es so wichtig, dass wir darauf schauen, auf was wir sagen, denn die Zunge ist wie ein Bogen, sie kann kleine Pfeile in die Seele eines Menschen schießen, die großen Schaden anrichten.
Über die Gefahr des schlechten Gebrauches der Zunge geht es in Vers 5 und 6
5 So kann auch die Zunge, so klein sie auch ist, enormen Schaden anrichten. Ein winziger Funke steckt einen großen Wald in Brand.
6 Die Zunge ist wie eine Flamme und kann eine Welt voller Ungerechtigkeit sein. Sie ist der Teil des Körpers, der alles beschmutzen und das ganze Leben zerstören kann, wenn sie von der Hölle selbst in Brand gesteckt wird.
Die Zunge ist wie Feuer. Sobald es brennt, wird es immer größer. Größer und größer. Fast unaufhaltsam kann sich ein Feuer seinen Weg durch einen Wald bahnen, es geht wohin es der Wind treibt.
Am Ofen unabsichtlich stehen gelassene Töpfe haben schon unzählige Häuser niedergebrannt. Wie viel größer ist der Schaden, wenn es mutwillig gemacht wird?
Die Zunge kann von Satan selbst in Brand gesteckt werden, damit sie deinen Körper verschmutzt, durch deine Worte andere Menschen verletzt und am Ende dein Leben zerstört.
Vers 9 Mit ihr loben wir Gott, unseren Herrn und Vater; dann wieder verfluchen wir mit ihr andere Menschen, die doch als Ebenbilder Gottes geschaffen sind.
10 So kommen Segen und Fluch aus demselben Mund. Und das, meine Freunde, darf nicht so sein!
11 Sprudelt aus einer Quelle etwa frisches und bitteres Wasser zugleich?
12 Pflückt man Oliven von einem Feigenbaum oder Feigen von einem Weinstock? Nein, und man kann auch kein frisches Wasser aus einem salzigen See schöpfen.
Es darf nicht so sein! Wir können nicht mit der gleichen Zunge Gott preisen und kurz darauf ihn verfluchen, indem wir durch unsere Worte anderen Menschen – seinen Ebenbildern – Schaden zufügen.
Aus dem Mund von jedem kommen Lob und Preis, aber auch trügerische und verletzende Worte.
Aber aus einer Quelle kann nicht frisches und bitteres Wasser zugleich kommen.
Heißt das, dass wir auf einmal perfekt leben sollen? Das können wir ja gar nicht. Man wird immer von der sündigen Natur versucht werden.
Doch die Frage ist nicht, wie weit wir von Gott weg sein können um noch in seiner Gnade zu stehen, die Frage ist, wie nah wir ihm kommen können.
Ohne Gottes Hilfe können wir gar kein heiliges Leben leben.
Denn 7 Der Mensch kann die unterschiedlichsten Tiere und Vögel, Reptilien und Fische zähmen,
8 aber die Zunge kann niemand im Zaum halten. Sie ist ein unbeherrschbares Übel, voll von tödlichem Gift.
Niemand kann die Zunge zähmen? Nein! So steht es nicht geschrieben. Er sagt, dass kein Mensch die Zunge zähmen kann, aber Gott ist ja kein Mensch, er kann es.
Der Gott, der Blinden das Augenlicht geschenkt hat, Lahme gehend gemacht hat und Jesus von den Toten auferweckt hat, wird uns auch gerne helfen, unser Herz zu ändern, damit wir nur für ihn leben. Dann werden nur noch aufbauende Worte und Lobpreis aus unserem Mund heraus kommen.
Und Gott, der gerne hilft, wird ihm bestimmt antworten, ohne ihm Vorwürfe zu machen. Aber wer ihn fragt, soll auch wirklich mit seiner Antwort rechnen! (Jakobus 1:5b-6a)
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1 Kommentar:
Und die Gemeinde sage "AMEN"!
Was für eine schöne Erkenntnis! Ich wünsche wirklich, dass noch viel mehr Leute darauf kommen und mit diesen Worten hier angesprochen werden!
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